Hyaluronsäure Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Für gewöhnlich gelten Hyaluronsäureprodukte die oral eingenommen werden oder topisch auf die Haut (bzw. den Mund) aufgetragen werden als sicher, da Hyaluronsäure ein natürliches Polymer ist. Generell werden Nebenwirkungen der Hyaluronsäure eher mit den Hyaluronsäureinjektionen in Verbindung gebracht. Auf die möglichen Nebenwirkungen durch Hyaluronsäureinjektionen wird daher im nächsten Unterpunkt genauer eingegangen. Von schwangeren und stillenden Frauen sollten Nahrungsergänzungsmittel und Injektionen mit Hyaluronsäure prinzipiell vermieden werden, da diese Produkte dazu in der Lage sind den Fötus bzw. das Baby zu beeinflussen(über die Muttermilch). Da kommerzielle Hyaluronsäureprodukte üblicherweise aus Bakterien oder Vogelproteinen und Knorpel hergestellt werden, sollten zudem Menschen mit Allergien gegen Eier oder Federn diese Produkte vermeiden. Bei Menschen mit entsprechenden Allergien kann es beispielsweise zu einem Hautausschlag kommen, oder gar zu Blutungen. Darüber hinaus sollten Menschen, welche Medikamente nehmen, die die Blutgerinnung beeinflussen, keine Hyaluronsäureprodukte verwenden. Dies kann ansonsten das Blutungsrisiko erhöhen.[1] Generell wird empfohlen einen Arzt zu informieren, wenn verschreibungspflichtige oder rezeptfreie Arzneimittel eingenommen werden und Hyaluronsäureprodukte bzw. -injektionen angewendet werden sollen.[2]

 

Hyaluronsäure Injektionen – Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Injektionen von Hyaluronsäure können neben der erwünschten Wirkung auch einige unerwünschte Auswirkungen haben. Nachfolgend einige Beispiele von unerwünschten Nebenwirkungen, die auftreten könnten:

  • Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle (z.B. Gelenke, Lippen, Gesicht, Augenlider)
  • Blaue oder violette Flecken auf der Haut
  • Hautausschläge, Irritationen
  • Schwierigkeiten beim Bewegen
  • Muskelschmerzen, Steifheit
  • Husten, Schluckbeschwerden, Schwierigkeiten beim Atmen
  • Akute Kopfschmerzen, Schwindel
  • Appetitverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall
  • Fieber, Schwindel, Ohnmacht[3] [4]

Bei den eben erwähnten Nebenwirkungen wird empfohlen umgehend den Arzt oder das medizinische Fachpersonal diesbezüglich zu kontaktieren. Darüber hinaus kann es zu weiteren leichteren Nebenwirkungen kommen, welche verschwinden können, wenn sich der Körper an das Hyaluronsäureprodukt anpasst. Dazu zählen (an der Stelle der Injektion) unter anderem: Blutungen, Blasenbildung, brennendes Gefühl, Juckreiz, Klumpen, Kälteempfinden oder Wärmeempfinden, verfärbte Haut, Druckgefühl, Nesselsucht, eine Infektion, Entzündung, Taubheit, Schmerzen, Hauttauschlag, Rötung, Narbenbildung, Stechen, Schwellung, Kribbeln oder ein Geschwür. Beim Auftreten von Nebenwirkungen wird empfohlen sich an einen fachkundigen Arzt zu wenden.[5]


Vorsichtsmaßnahmen vor und nach Hyaluronsäureinjektionen

Umstände wie Allergien (gegen bakterielle Proteine, Vogelallergien oder Hyaluronat), Infektionen der Haut (bzw. der Kniegelenke) oder ein Gelenkerguss (bei Injektionen in Gelenke) sollten vor der Behandlung mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden und gegebenenfalls auf eine Therapie mit Hyaluronsäureinjektionen verzichtet werden. Hyaluronsäureinjektionen sollten außerdem nicht mit Desinfektionsmitteln verwendet werden, die quaternäre Ammoniumsalze (z.B. Benzalkoniumchlorid, Cetylalkoniumchlorid u.v.m.) enthalten. Da diese die Wirkung der Hyaluronsäureinjektionen beeinträchtigen können. Außerdem ist auf die Reinheit der Hyaluronsäureprodukte zu achten, da sonst beispielsweise die Möglichkeit besteht, dass Tierkrankheiten durch die Injektion von tierbasierter Produkte übertragen werden könnten.[6] Nach Hyaluronsäureinjektionen im Kniegelenk soll zudem das Kniegelenk laut Experten zwei Tage lang nicht belastet werden. Darüber hinaus sollen Aktivitäten wie Fußball, Joggen, Tennis, schweres Heben oder langes auf den Füßen stehen vermieden werden. Außerdem können Alkohol- und Tabakkonsum negative Wechselwirkungen verursachen.[7]

 

Vergleich mit Botox

Das Medikament Botox, welches unter anderem ebenfalls zur Behandlung von Gesichtsfalten verwendet wird, wird aus einem Toxin des Bakteriums Clostridium botulinum hergestellt. Üblicherweise gilt Botox in den von Therapeuten verwendeten Mengen als sicher, es kommt nicht zu ernsten Nebenwirkungen und die Patienten sind mit der Behandlung zufrieden. Allerdings ist Botox das gleiche Toxin, welches auch die lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung namens Botulismus verursacht. Es liegen der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration, U.S. Behörde für Lebens- und Arzneimittel) Berichte vor, bei denen es infolge der Verwendung von Botulinumtoxinen (der Typen A & B) zu Nebenwirkungen und in den schlimmsten Fällen sogar zum Tode der Patienten gekommen ist. Die Nebenwirkungen deuteten dabei auf Botulismus hin. Für eine weniger riskante Behandlung des äußeren Erscheinungsbildes wird daher Hyaluronsäure-Produkten oft der Vorzug vor Botox gegeben.[8]

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Quellen:

[1] O.V.: Hyaluronic Acid Benefits for Skin & Joints — Your Own Anti-Aging Acid. Dr.Axe. Abgerufen auf: draxe.com

[2] O.V.: Hyaluronic Acid (Injection Route). Side Effects. Mayo Clinic. Abgerufen auf: www.mayoclinic.org

[3] Matthew Delman: Dangers of Hyaluronic Acid. Leaf. Abgerufen auf: www.leaf.tv

[4] Helen Scholz (2016): Hyaluronic Acid Side Effects. SideEffects. Abgerufen auf: www.sideeffects.com

[5] O.V.: Hyaluronic Acid (Injection Route). Side Effects. Mayo Clinic. Abgerufen auf: www.mayoclinic.org

[6] Matthew Delman: Dangers of Hyaluronic Acid. Leaf. Abgerufen auf: www.leaf.tv

[7] O.V.: Hyaluronic Acid (Injection Route). Side Effects. Mayo Clinic. Abgerufen auf: www.mayoclinic.org

[8] O.V. (2013): Hyaluronic Acid Reviews.Zhion. Abgerufen auf: www.zhion.com

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